Oh Marokko! – Teil II

Ausflüge / Sehenswürdigkeiten 

Hier einige Orte oder Bauwerke, die wir uns angeschaut haben. 

In Marrakesh:

Jmaa el Fna / Souks

Der größte und bekannteste Platz in Marrakesh, der Jmaa el Fna ist das Zentrum der Medina. Egal welchen Weg man innerhalb der kleinen Straßen mit den Bazars (Souks) einschlägt, irgendwann landet man immer wieder hier. Man muss den Platz einmal gesehen haben, sowohl am Tag als auch bei Nacht. Direkt bei unserem ersten Mal, als wir den Platz betraten, wurden wir direkt umringt von Händlern und Männern, die irgendetwas verkaufen oder uns erklären wollten und innerhalb von ein paar Sekunden hatte mein Freund auf einmal zwei Affen auf sich sitzen und noch mehr Männer mit angeketteten Affen waren im Anmarsch. Um gar nicht erst in diesen Trubel hineingezogen zu werden oder elegant wieder rauszukommen muss man ein wenig Übung entwickeln, freundlich, aber bestimmt, und am besten immer in Bewegung bleiben. Hier wird einfach alles angeboten, von frischen Fruchtsäften, über alte Zähne bis hin zu Henna-Tattoos. Es ist unglaublich laut und hektisch, zusätzlich zu den Ständen und Händlern wird der Platz von Pferdekutschen, Rollern und Autos frequentiert und überall Touristen ohne Ende. Bei Nacht sprießen auf einem Teil des Platzes lauter Essensstände mit kleinen Sitzbereichen drum herum aus den Boden, die wir leider nie ausprobiert haben, aber wo es unterschiedlichste Küchen zu probieren gibt.

Le jardin secret

Dies war für mich der schönste Ort in Marrakesh, der ganz in der Nähe unserer ersten Unterkunft lag und den wir entdeckten, als wir einen sehr schönen, ruhigen Teil der Medina auskundschafteten. Der vordere Teil des Gartens, der botanische Garten, ist auf den ersten Blick ganz klein, öffnet sich dann aber nach hinten zu einem zweiten, noch größeren Garten. Hier könnte man mit einem Buch auch gut einen ganzen Nachmittag verbringen, entspannen und sich im Schatten ausruhen. Der Garten ist wunderschön angelegt, es waren nur ganz wenige Besucher dort und hier sind wunderschöne Fotos entstanden.

Palais Bahia

Den Palast Bahia wollten wir uns unbedingt anschauen, wie offensichtlich auch alle anderen Touristen in Marrakech zur selben Zeit 🙂 Dies war eine von zwei sehr überlaufenen und daher etwas anstrengenden Sehenswürdigkeiten. Man wurde quasi durch den Palast hindurchgeschleust, große Touristengruppen standen überall und waren damit beschäftigt, ein Foto nach dem anderen zu schießen. Vom Palast an sich haben wir glaube ich nicht allzu viel mitgenommen. Ehrlicherweise hätte man wahrscheinlich eine Führung machen sollen, um mehr über die Architektur des Palastes zu erfahren. Ohne das haben wir zwar schon die aufwändigen Details und wunderschönen Dekorationen an den hohen Decken bewundert, aber für mich war nicht ganz klar, warum alle zu besichtigenden Räume vollständig leer waren und man so keinerlei Idee davon bekommen konnte, wie die Räume früher einmal genutzt waren.

(Fotos folgen)

Cyber Park

Der große, schön angelegte Park hinter der großen Moschee La Koutoubia, ganz in der Nähe des Jmaa el Fna, kann man gut für einen Spaziergang nutzen. Hier gibt es viel Schatten und Bänke, einige schön angelegte Gartenteile und es ist ruhig und nicht überlaufen.

Jardin Majorelle

Die zweite, sehr touristische Attraktion war der Jardin Majorelle, wahrscheinlich eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Marrakech. Der von Designer Yves Saint Laurent gestaltete Garten ist in der Neustadt gelegen und meiner Meinung nach, trotz langer Warteschlange am Einlass und sehr hohem Publikumsaufkommen, einen Besuch wert. Ich bin aber generell ein großer Fan von botanischen Gärten und liebevoll angelegten Parks, deshalb hat es mir, trotz der vielen Menschen, weshalb wir uns nur kurz hier aufgehalten haben, gut gefallen. Yves Saint Laurent hat den Garten und die exotischen Pflanzen wunderschön mit den im Garten befindlichen, meist royalblau gestrichenen Gebäuden und Elementen kombiniert und auch Kakteen-Liebhaber kommen hier auf Ihre Kosten.

Hammam

Am letzten Abend habe ich einen Besuch in einem Spa, also nicht in einer öffentlichen Badeanstalt, was ein Hammam eigentlich ist, gebucht. Alleine in eine traditionelle Badeanstalt zu gehen, habe ich mich nicht getraut, wäre ich mit einer Freundin unterwegs gewesen, hätte ich das aber gerne einmal ausprobiert.

In dem Spa, welches ich mir ausgesucht hatte, Les Bains d’Orient, hatte ich eine Hammambehandlung gebucht, die 45 Minuten dauerte und das traditionelle Abschrubben mit schwarzer Seife (aus Olivenöl und Mandeln) und einem Peelinghandschuh beinhaltete, sowie eine Behandlung mit Ghassoul (Tonerde) und Pflege mit Arganöl.

Die Behandlung war sehr, sehr angenehm, irgendwie ungewohnt, wenn man von jemandem „gebadet“ wird, aber es war lustig. Alle Produkte dufteten so gut und nach einer abschließenden Ruhephase auf einer Liege, zu der ich einen Tee, zwei Datteln und einen Keks gereicht bekam, wurde ich duftend, weich und mit einem knallroten Gesicht entlassen. Bei den sommerlich hohen Außentemperaturen dann noch in einem heißen Dampfbad zu sitzen ließ mir nämlich das ganze Blut in den Kopf steigen 😀

 

Einen Bericht über Essaouira und das Ourikha-Tal dann im nächsten Post!

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