Oh Marokko! – Teil I

Zurück in Deutschland, glücklich, wieder in meinem Zuhause zu sein und mich aufs Sofa zu kuscheln, aber bereits wehmütig, weil ich die Sonne, die Wärme, die Farben, Geräusche (nicht alle) und Gerüche (auch nicht alle) von Marokko gerne noch eine Weile länger genossen hätte. Hier deshalb frisch aus meinem Gedächtnis eine Zusammenfassung meiner Marokko-Reise.

Reisezeitraum und -dauer // Stationen // Transportmittel

Wir hatten insgesamt 12 Tage in Marokko, inklusive An- und Abreisetag, genauer gesagt ging unser Hinflug am 24. September und unser Rückflug am 05. Oktober. Die Jahreszeit wurde uns empfohlen, da dann der Hochsommer in Marokko bereits vorbei ist, aber es immernoch warm genug ist, um ins Meer gehen zu können. Da wir vorhatten, eine Station an der Küste einzulegen, war uns das gerade recht. Wir hatten 12 Tage lang strahlenden Sonnenschein, abgesehen von ein bis zwei nebligen Tagen am Meer, und die Temperaturen waren für unser deutsches Empfinden ganz schön hoch, in Marrakech jeden Tag zwischen 30 und 35 Grad. An der Küste war es vermutlich genauso warm, aber durch den Küstenwind deutlich besser auszuhalten. Dort war die Luft zudem sehr feucht, also klamme Klamotten und Bettlaken, aber nicht weiter schlimm.

Ursprünglich sollten unsere Stationen Marrakech, Essaouira und Chefchaouen sein. Chefchaouen wurde uns vielfach empfohlen und wir hatten nur tolle Sachen darüber gelesen, aber dieser Ort liegt im Norden des Landes, wobei wir uns tendenziell im südlichen Teil Marokkos aufgehalten haben. Die Fahrt nach Chefchaouen hätte uns von Marrakech vermutlich einen ganzen Tag gekostet, also insgesamt zwei Tage für Hin- und Rückfahrt, und schließlich haben wir uns dagegen entschieden, weil uns wichtig war, einen entspannten Urlaub zu haben. Der Plan ist also, noch einmal nach Marokko zu reisen und dann den südlichen Teil, u.a. mit Chefchaouen, Fes und Tanger zu bereisen.

Unsere Reise sah vom Ablauf her also so aus:

Tag 1-2 Marrakech

Tag 3-7 Essaouira

Tag 8-9 Marrakech

Tag 10 Ausflug ins Ourikha-Tal

Tag 11 Marrakech

Tag 12 Abflug am frühen Morgen

Geflogen sind wir von KölnBonn nach Marrakech und so auch wieder zurück. Die Strecke nach Essaouira haben wir mit den Bussen von Supratours zurückgelegt, das war sehr komfortabel und dauerte pro Strecke ca. 3 Stunden. Den Ausflug ins Ourikha-Tal haben wir mit einem Guide in einer kleinen Gruppe in einem Minivan über unsere Unterkunft gebucht. Die Fahrt dorthin dauerte ca. eine Stunde.

Unterkünfte

Ich wollte in Marokko unbedingt in Riads übernachten, nicht in irgendwelchen normalen Hotels. Riads sind Häuser in traditioneller Bauart, das heißt, es gibt einen Innenhof, der meistens nach oben hin offen ist, und die Zimmer liegen auf mehreren Etagen um den Innenhof angeordnet, haben also keine Fenster nach außen sondern werden zum Inneren des Hauses geöffnet. So bleiben die Häuser in der Sommerhitze innendrin kühl. Außerdem haben Riads in der Regel eine Dachterrasse. Wir hatten von Deutschland aus lediglich ein Riad für die ersten beiden Nächte in Marrakech gebucht, weil wir noch keine weitere konkrete Planung hatten und lieber vor Ort schauen wollten, wann wir wo hinfahren wollen würden und welche Unterkünfte uns vielleicht vor Ort empfohlen werden.  Im Endeffekt haben wir alle Unterkünfte ca. 1 ein bis zwei tage im Voraus über hostelworld.com gebucht, das hat immer sehr gut geklappt. Man konnte sich anhand der Bewertungen orientieren und wir waren mit allen unseren Unterkünften sehr zufrieden.

Wir haben immer ein Doppelzimmer mit eigenem Bad gebucht.

Hier eine Übersicht über unsere Riads:

Riad Jennah Rouge – Marrakech

Es gibt wohl mehrere Riads der „Rouge“-Kette, die sich alle ähneln. Dieses Riad, in der Medina (Altstadt) gelegen, hatte Hostel-Charakter, sprich, es gab auch Mehrbettzimmer zur Auswahl. Alles hier war unglaublich bunt und aufwändig eingerichtet und dekoriert. Ich würde sagen, diese Unterkunft war von der Ausstattung her die einfachste, die wir hatten, aber für unsere Ansprüche total in Ordnung. Die Leute, die dort gearbeitet haben, waren sehr nett und hilfsbereit, wir haben direkt am ersten Abend ein paar andere, deutsche, Reisende kennengelernt, mit denen wir die ersten zwei Tage Marrakech erkundet haben und mit denen wir uns ein bisschen austauschen konnten. War also ein guter Start!


Riad Thais – Essaouira

In Essaouira hatten wir ein wunderschönes, sehr hochwertig renoviertes Riad mitten in der Medina und trotzdem war es dort unglaublich ruhig. Das Riad wird von einem sehr netten französischen Paar betrieben und war ein totaler Ruhepol nach dem trubeligen Marrakech. Das Zimmer war recht klein und das Badezimmer im Zimmer integriert, das störte aber nicht, es gab eine nette Leseecke und eine wunderschöne Dachterasse, auf die man auch mal ausweichen konnte. Hier war alles sehr schlicht, aber trotzdem marokkanisch dekoriert und die gesamte Ausstattung sehr hochwertig.


Riad Lakhdar – Marrakesh

Unser zweites Riad zurück in Marrakech lag außerhalb, aber direkt am Rande der Medina in einer etwas ruhigeren Straße, was auch ganz nett war. Das Riad war wiederum wirklich wunderschön, mit Bäumen im Innenhof, sodass man morgens von Vogelgezwitscher geweckt wurde. Im Vergleich zu den anderen Riads war es dafür relativ laut, weil einfach viele leute den Innenhof als Aufentahltsort nutzten und man so bis nachts deren Gespräche, Handys oder Musik hörte. Hier hatten wir ein recht großes Zimmer mit separatem Bad (damit meine ich, dass tatsächlich eine Türe zwischen Bad und Zimmer vorhanden war). Auch hier gab es eine Dachterrasse und das Personal war überaus freundlich. Hier konnten wir Wäsche waschen, unser Gepäck am letzten Tag unterstellen und für uns wurde der Trip ins Ourikha-Tal organisiert, der richtig gut war.


Riad Atlas – Marrakesh

Für unsere letzte Nacht, weil im Riad Lakhdar alles ausgebucht war, als wir fragten, ob wir noch eine Nacht länger bleiben könnten, haben wir dann das Riad Atlas gebucht, was man nicht mit dem in der Nähe liegenden Hotel Atlas verwechseln darf. Dieses Riad war für mein Empfinden in der Medina von Marrakech trotz Wegbeschreibung am schwersten zu finden, aber als wir es endlich geschafft hatten, war ich sehr angenehm überrascht. Das Zimmer war recht einfach eingerichtet und nicht sonderlich groß, hatte aber ein wunderschönes, sehr sauberes Badezimmer. Der Besitzer war extrem bemüht, dass wir uns zuhause fühlten und hier gab es wiederum eine große, wunderbare Sonnendachterrasse mit Liegen und hier hätte man sogar auf der Terrasse zu Abend essen können. Leider mussten wir das Riad schon um vier Uhr morgens verlassen, um unseren Flug zu erreichen, aber wir bekamen sogar ein kleines Frühstückspaket vorbereitet.

Das war erst einmal Teil I, in weiteren Posts werde ich noch über unsere Ausflüge, bzw. Sehenswürdigkeiten, Shopping bzw. Handeln in Marokko und ein bisschen allgemein über Land und Leute  berichten.

 

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